„wir dürfen keine grün-linke fundi-politik betreiben. da schaffen wir uns selbst ab.“ spö doskozil irrt.

„wir dürfen keine grün-linke fundi-politik betreiben. da schaffen wir uns selbst ab,“ sagt der herr spö-doskozil, nachdem christian kern das neue parteiprogramm präsentiert hat, in dem der klimaschutz eine zentrale rolle spielen sollte. kerns pressesprecher beeilt sich daraufhin klarzustellen, dass „christian kern kein linker träumer ist.“ ah eh nicht. soweit, so unklar.

doch mir wirds zu bunt. öko und soziales hängt zusammen.
die klima-vs.-sozialer-gerechtigkeit-dividierer haben nicht verstanden, dass es darum geht, raubbau an unseren lebensgrundlagen zu beenden, neue formen des lebens, der mobilität, des arbeitens und der kommunikation zu finden, die diesen planeten und das leben darauf nicht zu zerstören UND gleichzeitig den reichtum dieser gesellschaft und dieses planeten allen bewohner*innen gleichermaßen zugänglich zu machen und allen menschen jene soziale, existenzielle und persönliche sicherheit zu verschaffen, die sie brauchen, um ihre träume zu verwirklichen, dafür strukturen der teilhabe, der kooperation zu entwickeln und umzusetzen, getragen von einem menschenbild aus respekt und würde jedem und jeder einzelnen gegenüber.

die klima-vs.-sozialer-gerechtigkeit-dividierer haben nicht verstanden, dass es darum geht, eine gesellschaft zu bauen, in der es ein gutes leben für alle gibt, in der autoritäre entwicklungen keine chance haben und in der die zerstörung der umwelt und die gefährdung unserer lebensgrundlagen durch den klimawandel nicht mehr von politischen parteien, die ihre wahlkämpfe von unternehmen bezahlen lassen, als wirtschaftshemmnis bei seite geschoben oder wirtschaftsförderung und gleichbehandlung als nebeneffekt höherer unternehmensgewinne betrachtet werden kann.

es geht darum, verantwortung zu übernehmen hier, wo wir gerade leben, und dort, wo der abbau von metallen und seltener erden zb. für unsere handys krieg, terror, ökologische verwüstung und vertreibung verursachen. gleichzeitig wissen wir, es ist nicht möglich, immer richtig zu handeln, sondern sich im politischen alltag genau in diesen fragen widersprüche auftun.

wer angesichts der ernteausfällen, rekordhitze, migrationsbewegungen aufgrund umweltschäden noch immer von bobo-grünen-themen spricht, hat nichts verstanden. umweltschutz ist eine soziale frage.

wen trifft denn diese rekordhitze besonders? kinder, alte, schwache, die sich nicht zwischendurch im landhaus oder anders erholen können. allen kommt eine begrünung, schatten, eine leistbare öffi-karte, weniger autoverkehr und lärm zugute, denn wer wohnt denn am gürtel? und wer schreit ideologisch verkrampft auf, wenn grüne mit ideen zur verkehrsberuhigung kommen, z.b. aktuell der praterstraße? angst (vor wen eigentlich) verblendet noch immer. schade.
umweltschutz ist und bleibt eine soziale frage.

herzlichst, eine grün-linke-fundi oder mehr

https://derstandard.at/2000085080716/Doskozil-warnt-vor-gruen-linker-Fundi-Politik-bei-der-SPOe?ref=article
https://derstandard.at/2000084269003/Neue-Plaene-fuer-die-Praterstrasse-sorgen-fuer-Wirbel

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