Gegen Wohnungslosigkeit: „Housing First“

Der wirksamste Ansatz gegen Wohnungslosigkeit: „Housing First“ wirkt.

Wir helfen wohnungslosen Menschen beim Weg zurück in die eigenen vier Wände. In Rahmen des Ansatzes „Housing First“ erhalten wohnungslose Menschen nicht nur Beratung für Einkommen, Krisen- und Alltagsbewältigung, sondern auch raschen Zugang zu einer eigenen leistbaren Wohnung. Damit stellen wir Selbstbestimmung und soziale Inklusion in den Vordergrund. So werden obdachlose Menschen unterstützt, stabil und selbständig wohnen zu können. Und: Es wirkt.

Ich sehe „Housing First“ als Chance, Menschen, die im bestehenden System keine Wohnstabilität erreichen können, ein adäquates Angebot zur Verfügung zu stellen. Menschen in temporären Notlagen genauso, wie Personen, für die das Zusammenleben eine nur schwer überwindbare Hürde darstellt und die daher in betreuten Wohneinrichtungen nicht gut mit anderen Bewohner*innen auskommen, die aber in einer eigenen Wohnung ganz normal leben.

Wohnungslosigkeit bedeutet ein Leben unter großem Druck, physisch und psychisch. Mit „Housing First“ verändert sich das Leben positiv, 98 Prozent der Menschen haben nun dauerhaft ihre eigene Wohnung.

Mein Anliegen: „Housing First“ und die Weiterentwicklung eines Angebots für junge obdachlose Menschen, für Menschen mit Mehrfachproblematiken und Frauen, die oft von verdeckter Wohnungslosigkeit betroffen sind. Mit der Wiener Wohnungslosenhilfe stellt die Stadt jedes Jahr mehr als 60 Millionen Euro zur Verfügung. Das Angebot „Housing First“ ist dabei ein wichtiger Teil.

Wenn wir wollen, dass es weniger Obdachlosigkeit gibt, dann ist „Housing First“ nicht nur als Ergänzung zu den bisherigen Maßnahmen zu denken, sondern stellt einen Paradigmenwechsel dar. Autonomie und Eigenständigkeit können bestmöglich erhalten bleiben; Unterstützung gibt es, wo sie von den Menschen konkret gebraucht und gewünscht wird.

Weitere Infos auf: https://wien.gruene.at/soziales/housing-first-das-neue-wiener-modell