Arbeit

Auch in Wien vergrößert sich die gesellschaftliche Spaltung. Die Arbeitslosenrate bleibt mit 7 Prozent auf zu hohem Niveau, der Anteil der Löhne am gesellschaftlichen Reichtum sinkt. Schlecht ausgebildete Menschen verlieren nach kurzer Beschäftigung ihre Jobs. Jede zweite Frau ist teilzeitbeschäftigt, für drei Menschen mit schlechter Ausbildung gibt es in Wien nur zwei Jobs.

Der Zugang zu gut bezahlter, sicherer Arbeit hat mit Ausbildung zu tun, mit Alter und mit Geschlecht. Wenn wir nicht gegensteuern, ernten wir eine zersplitterte Gesellschaft mit allen Folgekosten. Ich will, dass Menschen realistische Chancen für eine Verbesserung ihres Lebens und für die Verwirklichung ihrer Träume haben. Viele Schritte muss der Bund setzen, um unsichere und schlechtbezahlte Jobs zu guten Jobs werden zu lassen: dazu zählt eine Reform des Arbeitsrechts, eine Arbeitszeitverkürzung und höhere Mindestlöhne.

Wie können wir das erreichen?

Die Stadt Wien kann hier Unterstützung geben. Ziel ist es, über Information, Beratung und Angebote Menschen zu fördern, für ihr Leben wesentliche Schritte zu setzen. Junge Menschen (aber auch ältere) mit abgeschlossener  Ausbildung haben Träume, die sie umsetzen wollen: Mit der Aktion „get-in“ soll die Stadt Wien für zwei Jahre lang die Schaffung neuer, zukunftsträchtiger Jobs in gemeinnützigen Einrichtungen und Start-ups unterstützen. Wir brauchen die Kreativität der jungen Menschen. Die Umsetzung ihrer Träume und des daraus resultierenden gesellschaftlichen Reichtums soll nicht an der fehlenden sozialen Absicherung in den ersten zwei Jahren scheitern.